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Marketmail: Die 200-Tageslinien scheinen zu halten

Europas Leitbörsen zeigen ungewohnte Stärke, immerhin schloss der Dow Jones gestern Abend mit einem Minus von über einem Prozent, zum ersten Mal seit über drei Monaten wieder unter 10.000 Punkten.
09.02.2010 | 12:40
EuroStoxx, DAX und Co. könnten aber nach schwachem Beginn zwischenzeitlich ins Plus drehen, wenngleich das „Flagge-Zeigen" noch nicht so richtig gelingen mag. Die Indizes pendeln zwischen leichtem Minus und einem halben Prozent plus. Der Grund für die ungewöhnlich positive Tendenz ist aber auch in den USA zu finden, denn die US-Futures notieren relativ deutlich im Plus und relativieren damit das Wall Street-Minus von Montag Abend.
Wichtig ist jedenfalls, dass die 200-Tages-Durchschnittslinien der Bärenattacke bislang standgehalten haben. Das gibt nicht unbeträchtliche Hoffnung, dass die Korrekturtiefs schon gesehen wurden. Allerdings, das Eis auf dem sich die Börsen bewegen, ist sehr dünn, denn es genügt wohl eine Negativmeldung aus den PIGS-Staaten und die Bären übernehmen für längere Zeit das Ruder.
Der internationale Zahlensalat an Unternehmensmeldungen fällt heute derart gemischt aus, dass auch von dieser Seite eher Richtungslosigkeit die Folge ist. So gesehen auch bei der UBS: Die Schweizer Problembank konnte zwar im abgelaufenen Quartal zur Überraschung aller einen Gewinn von 1,2 Milliarden Franken einfahren, dafür schockte der massive Abfluss von Kundengeldern.
Wirklich marktbewegende News werden im Laufe des Tages aber auch nicht aus den USA auf die Börsen-Parkette einprasseln. Neben den US-Lagerbeständen um 16 Uhr können vielleicht die Quartalszahlen von Coca-Cola und Walt Disney positiv überraschen.
Die Wiener Börse kann sich bis heute Mittag leicht im Plus halten. Der ATX konnte seine Verlaufsgewinne allerdings nicht in vollem Umfang halten. Umsatzstärkstes Papier ist bisher die Erste Group - und das mit deutlichen Aufschlägen.
Die übrigen Indexschwergewichte tendieren hingegen etwas schwächer. So büßen Voestalpine, Telekom Austria und OMV ein.
Zumtobel gibt ebenfalls leicht nach. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihr Kursziel von 16,6 auf 17,0 € nach oben revidiert. Die Kaufempfehlung „Buy" wurde beibehalten.
A-Tec kann dagegen nicht von einem Großauftrag profitieren: Die Konzern-Tochter AE&E hat einen 60 Mio. Euro-Auftrag aus Australien erhalten.
 
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